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	<title>Kommentare zu: Konsum(t)räume. Die Warenwelt als Technotop</title>
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	<description>Sociohistorical, Sociotechnical, and Transcultural Analysis</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Jan 2012 07:26:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Ekaterina Rechwiaschwili</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1052/comment-page-1#comment-2331</link>
		<dc:creator>Ekaterina Rechwiaschwili</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:52:09 +0000</pubDate>
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		<description>Dass wir Verbraucher Verantwortung für den Großteil unserer ökologischen und sozialen Probleme tragen, kann man nicht bestreiten. Zu Recht wird immer propagiert, mehr zu leben und weniger zu kaufen. Aber der heutige Verbraucher wird regelrecht verführt, zu konsumieren. Dabei ist Konsum nicht nur auf das Materielle zu reduzieren; man kann Konsum auch als Mittel verstehen, um geistige und/oder seelische Bedürfnisse zu befriedigen.

Das Wortspiel „Konsum(t)raum“ klingt interessant. Linguistisch gesehen wird durch das Kompositum „Konsum+(t)räume“ die negative Bedeutung des Begriffs Konsum, mit dem man unter anderem Überfluss in Verbindung setzt, quasi aufgehoben (Konsumgesellschaft, „unproduktive Konsumtion“ (Marx)). Kombiniert man diesen Begriff mit Traum, bekommt der Ausdruck eine eher positive Konnotation. 
Das Verhältnis zwischen diesen Begriffen zueinander kann man auch so interpretieren: wenn man annimmt, dass Konsum Träume schafft, kann man das Konsumieren als Instrument ansehen, das einem hilft, aus der Realität zu flüchten in eine eigene, andere Vorstellungswelt, also als Hilfsmittel, das dem Verbraucher ermöglicht, z.B. in einen virtuellen Phantasie-Welt -Raum unterzutauchen. Dazu kann z.B. Internetkonsum beitragen. Mir fällt das Spiel „Second Life“ ein, wo man seine eigenen Spielregeln bestimmt. Die Plattform hat bereits Millionen von Anhänger gefunden. Der Reiz dieses Internetspiels besteht darin, dass man sich als Spielfigur völlig neu erfinden kann.
Mit der Technisierung des Lebens werden also neue Wege und Formen des Konsums ermöglicht.
Um das o. g. Wortspiel auf die Spitze zu treiben, kann man sagen: Für viele Verbraucher schafft Konsum Räume für die Träume.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass wir Verbraucher Verantwortung für den Großteil unserer ökologischen und sozialen Probleme tragen, kann man nicht bestreiten. Zu Recht wird immer propagiert, mehr zu leben und weniger zu kaufen. Aber der heutige Verbraucher wird regelrecht verführt, zu konsumieren. Dabei ist Konsum nicht nur auf das Materielle zu reduzieren; man kann Konsum auch als Mittel verstehen, um geistige und/oder seelische Bedürfnisse zu befriedigen.</p>
<p>Das Wortspiel „Konsum(t)raum“ klingt interessant. Linguistisch gesehen wird durch das Kompositum „Konsum+(t)räume“ die negative Bedeutung des Begriffs Konsum, mit dem man unter anderem Überfluss in Verbindung setzt, quasi aufgehoben (Konsumgesellschaft, „unproduktive Konsumtion“ (Marx)). Kombiniert man diesen Begriff mit Traum, bekommt der Ausdruck eine eher positive Konnotation.<br />
Das Verhältnis zwischen diesen Begriffen zueinander kann man auch so interpretieren: wenn man annimmt, dass Konsum Träume schafft, kann man das Konsumieren als Instrument ansehen, das einem hilft, aus der Realität zu flüchten in eine eigene, andere Vorstellungswelt, also als Hilfsmittel, das dem Verbraucher ermöglicht, z.B. in einen virtuellen Phantasie-Welt -Raum unterzutauchen. Dazu kann z.B. Internetkonsum beitragen. Mir fällt das Spiel „Second Life“ ein, wo man seine eigenen Spielregeln bestimmt. Die Plattform hat bereits Millionen von Anhänger gefunden. Der Reiz dieses Internetspiels besteht darin, dass man sich als Spielfigur völlig neu erfinden kann.<br />
Mit der Technisierung des Lebens werden also neue Wege und Formen des Konsums ermöglicht.<br />
Um das o. g. Wortspiel auf die Spitze zu treiben, kann man sagen: Für viele Verbraucher schafft Konsum Räume für die Träume.</p>
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		<title>Von: Friedrich Trenkle</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1052/comment-page-1#comment-2322</link>
		<dc:creator>Friedrich Trenkle</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 13:51:26 +0000</pubDate>
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		<description>Zwei Sätze aus der Genesis, „Es werde Licht“ und „Macht euch die Erde untertan“, stehen, so möchte man vermuten, programmatisch am Anfang aller Konsumtion. Und wahrlich, der nachts hell erleuchtete Time Square oder die „weihnachtlich“ illuminierten Straßen unserer Innenstädte lassen unsere Konsumgesellschaft in vollem Glanze erstrahlen.
„Lichter der Großstadt“ (City Lights) heißt einer der tragikomischen Filme von Charles Chaplin, in welchen der Regisseur seinen Zeitgenossen die Licht- und Schattenseiten moderner Zeiten in ihrer ambivalenten Wirkung auf „Homo oeconomicus“ vorführt. Technik und Technologie stehen nicht länger im Dienste des Menschen, sondern einer Nutzenmaximierung durch Beschleunigung der Produktionsarbeit. Erst die Industrielle Revolution macht den Schritt von der Mangelgesellschaft zur materiellen Überflussgesellschaft und damit zur Konsumgesellschaft möglich, der schließlich zu Veränderungen nicht nur des öffentlichen Raumes führt. Unsere gesamte Kultur scheint auf „Konsum als Lebensform“ ausgerichtet zu sein: „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein.“
Der anregende Artikel von Gunther Oetzel öffnet die Augen für sozio-ökonomische Zusammenhänge, deren noch genauere Betrachtung lohnenswert wäre. Schade nur, dass der Text nicht frei ist von vielleicht lässlichen, aber doch irritierenden Fehlern sprachlicher Natur. Das Vergnügen der Lektüre wäre ansonsten doppelt so groß gewesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Sätze aus der Genesis, „Es werde Licht“ und „Macht euch die Erde untertan“, stehen, so möchte man vermuten, programmatisch am Anfang aller Konsumtion. Und wahrlich, der nachts hell erleuchtete Time Square oder die „weihnachtlich“ illuminierten Straßen unserer Innenstädte lassen unsere Konsumgesellschaft in vollem Glanze erstrahlen.<br />
„Lichter der Großstadt“ (City Lights) heißt einer der tragikomischen Filme von Charles Chaplin, in welchen der Regisseur seinen Zeitgenossen die Licht- und Schattenseiten moderner Zeiten in ihrer ambivalenten Wirkung auf „Homo oeconomicus“ vorführt. Technik und Technologie stehen nicht länger im Dienste des Menschen, sondern einer Nutzenmaximierung durch Beschleunigung der Produktionsarbeit. Erst die Industrielle Revolution macht den Schritt von der Mangelgesellschaft zur materiellen Überflussgesellschaft und damit zur Konsumgesellschaft möglich, der schließlich zu Veränderungen nicht nur des öffentlichen Raumes führt. Unsere gesamte Kultur scheint auf „Konsum als Lebensform“ ausgerichtet zu sein: „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein.“<br />
Der anregende Artikel von Gunther Oetzel öffnet die Augen für sozio-ökonomische Zusammenhänge, deren noch genauere Betrachtung lohnenswert wäre. Schade nur, dass der Text nicht frei ist von vielleicht lässlichen, aber doch irritierenden Fehlern sprachlicher Natur. Das Vergnügen der Lektüre wäre ansonsten doppelt so groß gewesen.</p>
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		<title>Von: Boris Pawlikowski</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1052/comment-page-1#comment-1957</link>
		<dc:creator>Boris Pawlikowski</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:36:53 +0000</pubDate>
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		<description>Guter Artikel. Mir fehlt allerdings der Einfluss des Geldsystems auf Wirtschaft und Konsum. Alleine durch ein monetäres System in Verbindung mit Zins wird der Wirtschaft ein Wachstum angelastet, das in stetigem und vor allem wiederholtem Konsum gipfelt. Ebenfalls zu Erwähnen wäre der Industrie-Militär-Komplex, der ebenfalls auf starken Konsum basiert (wenn auch nicht direkt (!) vom Bürger). Eben Dinge vor denen Jimmy Carter und Eisenhower.
Konsum basiert nicht nur auf der Möglichkeit zum Konsum, sondern den Zwängen, denen unser Wirtschaftssystem ausgesetzt ist. Diese Zwänge werden dann auf den Konsumenten übertragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Artikel. Mir fehlt allerdings der Einfluss des Geldsystems auf Wirtschaft und Konsum. Alleine durch ein monetäres System in Verbindung mit Zins wird der Wirtschaft ein Wachstum angelastet, das in stetigem und vor allem wiederholtem Konsum gipfelt. Ebenfalls zu Erwähnen wäre der Industrie-Militär-Komplex, der ebenfalls auf starken Konsum basiert (wenn auch nicht direkt (!) vom Bürger). Eben Dinge vor denen Jimmy Carter und Eisenhower.<br />
Konsum basiert nicht nur auf der Möglichkeit zum Konsum, sondern den Zwängen, denen unser Wirtschaftssystem ausgesetzt ist. Diese Zwänge werden dann auf den Konsumenten übertragen.</p>
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