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	<title>Kommentare zu: Topic &#8220;Spatial Cybernetics&#8221;</title>
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	<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1098</link>
	<description>Sociohistorical, Sociotechnical, and Transcultural Analysis</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Jan 2012 07:26:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Klaus Huber</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1098/comment-page-1#comment-2344</link>
		<dc:creator>Klaus Huber</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 10:18:03 +0000</pubDate>
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		<description>Als Psychologe und Psychotherapeut im klinischen Kontext ist mir kybernetische Denkweise sowohl in inner- wie ausserpsychischen Räumen durchaus vertraut. Hier erschließt sich mir ein interessanter Gedanke kybernetischer Therapieansätze die vom evidenzbasierten medizinischen Störungsansatz weg- und weiterführen. Im Störungsspezifischen Modell der Medizin bleibt jeder soziale Raum als dynamischer Teil eines Krankheitsprozesses aussen vor. Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft bleiben bestenfalls als Girlanden in akademischen Vorträgen zur Genese psychischer Störungen übrig.
Ansonsten herscht business is usual, und der Patient soll in seiner beruflichen Leistungsfähigkeit wiederhergestellt werden. Eine Leistungsfähigkeit, die ohne einen gesellschaftlichen  Raum auf den sie sich bezieht, zur Leerformel degeneriert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als Psychologe und Psychotherapeut im klinischen Kontext ist mir kybernetische Denkweise sowohl in inner- wie ausserpsychischen Räumen durchaus vertraut. Hier erschließt sich mir ein interessanter Gedanke kybernetischer Therapieansätze die vom evidenzbasierten medizinischen Störungsansatz weg- und weiterführen. Im Störungsspezifischen Modell der Medizin bleibt jeder soziale Raum als dynamischer Teil eines Krankheitsprozesses aussen vor. Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft bleiben bestenfalls als Girlanden in akademischen Vorträgen zur Genese psychischer Störungen übrig.<br />
Ansonsten herscht business is usual, und der Patient soll in seiner beruflichen Leistungsfähigkeit wiederhergestellt werden. Eine Leistungsfähigkeit, die ohne einen gesellschaftlichen  Raum auf den sie sich bezieht, zur Leerformel degeneriert.</p>
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		<title>Von: Christoph Müller</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1098/comment-page-1#comment-2339</link>
		<dc:creator>Christoph Müller</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 13:58:03 +0000</pubDate>
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		<description>Man muss in dem jeweils untersuchten Bereich konkret und genau bestimmen, wer oder was aufgrund welcher Informationen „kybernetisch“ reagiert und interagiert und inwieweit speziell etwas „Räumliches“  oder ein Raumkonzept davon betroffen ist.  Anderenfalls würde  man über  eine kybernetisch inspirierte Rede in Raum-Analogien nicht hinausgelangen. 
Beispiele für im strengeren Sinn kybernetisch beschreibbare, soziale Prozesse  mit räumlichen Aspekten kommen ja durchaus vor:  z.B. im Straßenverkehr (jeder Stau ist ein solcher Prozess),  in der Kriegführung  oder auch im Bereich der Wirtschaft – etwa beim Verhalten der unterschiedlichen Akteure im letzten Finanzcrash, der sich gleichsam über Nacht von den USA ausgehend global ausgeweitet hat.  Unter kybernetischem Gesichtspunkt interessant wäre sicher auch die Wissenschaft selbst – beispielsweise das Wettlaufen der Akteure in den so genannten „innovation races“  mit entsprechendem Publikationsverhalten.  Die Idee des wissenschaftlichen „Fortschritts“ enthält ja zweifellos ebenso einen kybernetischen Aspekt (der jeweils zuletzt erreichte Zustand wird zum Ausgangspunkt für den folgenden Suchprozess bzw. ein neues Rennen) wie eine räumliche Metaphorik. Möglicherweise sind die Konnotationen dieser Raum-Metaphorik durch geopolitische  Expansionsbewegungen vom 16. bis in das 20. Jahrhundert beeinflusst worden, so dass im Begriff „Fortschritt“ einerseits die Bedeutung von „Verbesserung“ mitschwingt, zugleich aber auch von „Eroberung“ . Immer geht es der Wissenschaft  um „new frontiers“ – wie auch dieser Zeitschrift.
Christoph Müller, Karlsruhe</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss in dem jeweils untersuchten Bereich konkret und genau bestimmen, wer oder was aufgrund welcher Informationen „kybernetisch“ reagiert und interagiert und inwieweit speziell etwas „Räumliches“  oder ein Raumkonzept davon betroffen ist.  Anderenfalls würde  man über  eine kybernetisch inspirierte Rede in Raum-Analogien nicht hinausgelangen.<br />
Beispiele für im strengeren Sinn kybernetisch beschreibbare, soziale Prozesse  mit räumlichen Aspekten kommen ja durchaus vor:  z.B. im Straßenverkehr (jeder Stau ist ein solcher Prozess),  in der Kriegführung  oder auch im Bereich der Wirtschaft – etwa beim Verhalten der unterschiedlichen Akteure im letzten Finanzcrash, der sich gleichsam über Nacht von den USA ausgehend global ausgeweitet hat.  Unter kybernetischem Gesichtspunkt interessant wäre sicher auch die Wissenschaft selbst – beispielsweise das Wettlaufen der Akteure in den so genannten „innovation races“  mit entsprechendem Publikationsverhalten.  Die Idee des wissenschaftlichen „Fortschritts“ enthält ja zweifellos ebenso einen kybernetischen Aspekt (der jeweils zuletzt erreichte Zustand wird zum Ausgangspunkt für den folgenden Suchprozess bzw. ein neues Rennen) wie eine räumliche Metaphorik. Möglicherweise sind die Konnotationen dieser Raum-Metaphorik durch geopolitische  Expansionsbewegungen vom 16. bis in das 20. Jahrhundert beeinflusst worden, so dass im Begriff „Fortschritt“ einerseits die Bedeutung von „Verbesserung“ mitschwingt, zugleich aber auch von „Eroberung“ . Immer geht es der Wissenschaft  um „new frontiers“ – wie auch dieser Zeitschrift.<br />
Christoph Müller, Karlsruhe</p>
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		<title>Von: Martin Cremers</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1098/comment-page-1#comment-2337</link>
		<dc:creator>Martin Cremers</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 20:55:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ein interessanter Schwerpunkt, der dazu einlädt, unsere gesamte Lebenswelt hinsichtlich der hier beschriebenen Feedback und Feedforward Strukturen zu beleuchten. 
Richtet man beispielsweise auf dem weiten Feld der Beziehungen zwischen Mensch und Technik seinen Fokus auf das wichtigste Statussymbol unserer Zeit, das iPhone, so lässt sich eine wesentliche Beobchtung machen: Ganz im Gegensatz zur Fernbedieung von &quot;High-End-Videorecordern&quot; der 90er Jahre kommt das iPhone mit nur einer einzigen Taste aus. Das ist schlicht, unkomplizert und schick. Hat man sich zu weit vorgewagt und in den unendlichen Welten des World Wide Web oder in den beinahe ebenso unendlichen Wirren der installierten Apps verirrt, braucht man ja auch nur diese eine Taste: den Reset-Knopf, der einen zum Ausgangspunkt (in das Hauptmenu) zurückholt, damit andere Wege gegangen, bzw. die selben Wege erneut gegangen werden können.
Dies nur als Beispiel, wie heutige lebensweltliche Bedingtheiten nicht nur technisch in weit tieferem Ausmaß bedingt sind als wir (sowieso) schon annehmen; sondern auf Räume und Wahrnehmung bezogen soll es auch verdeutlichen, wie sehr der Reset-Modus die Illusion von Überschaubarkeit (trotz ausufernder Technik) und damit von Beherrschbarkeit von Welt suggeriert. Welche Verschaltungen im Sinne einer Spatial Cybernetics dadurch ausgelöst, welche bereits vorhandenen dadurch weiter verstärkt werden - sowohl was Räume selbst als auch deren Wahrnehmung anbelangt - wäre Gegenstand weiterer, und wichtiger Untersuchungen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Schwerpunkt, der dazu einlädt, unsere gesamte Lebenswelt hinsichtlich der hier beschriebenen Feedback und Feedforward Strukturen zu beleuchten.<br />
Richtet man beispielsweise auf dem weiten Feld der Beziehungen zwischen Mensch und Technik seinen Fokus auf das wichtigste Statussymbol unserer Zeit, das iPhone, so lässt sich eine wesentliche Beobchtung machen: Ganz im Gegensatz zur Fernbedieung von &#8220;High-End-Videorecordern&#8221; der 90er Jahre kommt das iPhone mit nur einer einzigen Taste aus. Das ist schlicht, unkomplizert und schick. Hat man sich zu weit vorgewagt und in den unendlichen Welten des World Wide Web oder in den beinahe ebenso unendlichen Wirren der installierten Apps verirrt, braucht man ja auch nur diese eine Taste: den Reset-Knopf, der einen zum Ausgangspunkt (in das Hauptmenu) zurückholt, damit andere Wege gegangen, bzw. die selben Wege erneut gegangen werden können.<br />
Dies nur als Beispiel, wie heutige lebensweltliche Bedingtheiten nicht nur technisch in weit tieferem Ausmaß bedingt sind als wir (sowieso) schon annehmen; sondern auf Räume und Wahrnehmung bezogen soll es auch verdeutlichen, wie sehr der Reset-Modus die Illusion von Überschaubarkeit (trotz ausufernder Technik) und damit von Beherrschbarkeit von Welt suggeriert. Welche Verschaltungen im Sinne einer Spatial Cybernetics dadurch ausgelöst, welche bereits vorhandenen dadurch weiter verstärkt werden &#8211; sowohl was Räume selbst als auch deren Wahrnehmung anbelangt &#8211; wäre Gegenstand weiterer, und wichtiger Untersuchungen.</p>
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		<title>Von: Johannes Walter</title>
		<link>http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/archives/1098/comment-page-1#comment-2336</link>
		<dc:creator>Johannes Walter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 16:12:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://ejournal.uvka.de/spatialconcepts/?p=1098#comment-2336</guid>
		<description>Ein sehr wichtiges Thema, gerade für Prozesse in der Praxis von Verwaltung und Wirtschaft. Denn die dort vorherrschende Realität ist die von miteinander verketteten Prozessen, die auf ihre Entstehungsbedingungen zurückwirken und diese wieder verändern. 
Daß dieser Umstand bei Planungen und dem gesamten Selbstverständnis von Entscheidungsträgern nicht gesehen wird, ist umso erstaunlicher. Es scheint immer noch ein enorm ausgeprägter Planungs- Machbarkeitsglaube zu existieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr wichtiges Thema, gerade für Prozesse in der Praxis von Verwaltung und Wirtschaft. Denn die dort vorherrschende Realität ist die von miteinander verketteten Prozessen, die auf ihre Entstehungsbedingungen zurückwirken und diese wieder verändern.<br />
Daß dieser Umstand bei Planungen und dem gesamten Selbstverständnis von Entscheidungsträgern nicht gesehen wird, ist umso erstaunlicher. Es scheint immer noch ein enorm ausgeprägter Planungs- Machbarkeitsglaube zu existieren.</p>
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